Ein Herz für das Leben
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Ein Herz für das Leben: Bewegender Besuch zum Thema Organspende am Förderzentrum „Clemens Winkler“  Am 29. April erlebten die Schüler der Klasse 6 des Förderzentrums „Clemens Winkler“ einen ganz besonderen Unterrichtstag: Zwei beeindruckende Gäste besuchten die Klasse, um ein Thema greifbar zu machen, das oft abstrakt bleibt – die Organspende. Mit Natalie Krumbiegel und Anne Trabitzsch, Oberärztin am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und Leiterin der Stabsstelle Transplantationsbeauftragte, kamen zwei Expertinnen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in die Schule – und genau das machte den Vormittag so besonders. Ausgangspunkt für den Besuch war die gemeinsame Lektüre des Jugendbuches Skaterherz. Das Buch erzählt die bewegende Geschichte eines Jugendlichen, dessen Leben sich durch eine Organtransplantation grundlegend verändert. Es thematisiert eindrücklich Fragen nach Leben, Tod, Verantwortung und Hoffnung – und bot damit einen idealen Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem sensiblen Thema Organspende. Was zuvor „nur“ gelesen wurde, bekam an diesem Tag ein Gesicht: Natalie Krumbiegel berichtete offen und eindrucksvoll von ihrem eigenen Weg. Sie schilderte den Schülern, wie ihr Alltag während der Dialyse aussah, welche körperlichen und emotionalen Belastungen damit verbunden waren und wie sich ihr Leben durch die Nierentransplantation veränderte. Besonders bewegend waren ihre persönlichen Einblicke in Ängste, Hoffnungen und die Dankbarkeit gegenüber einem unbekannten Spender. Ergänzt wurde dieser sehr persönliche Zugang durch die fachliche Perspektive von Dr. med. Anne Trabitzsch. Sie erklärte verständlich die medizinischen Hintergründe von Organspende und Transplantation, ging auf Fragen der Abläufe ein und nahm den Schülern mögliche Unsicherheiten. Dabei wurde schnell deutlich: Organspende ist nicht nur ein medizinisches Thema, sondern auch eine gesellschaftliche und ethische Entscheidung. Die Klasse zeigte großes Interesse und stellte zahlreiche Fragen, die von Beiden geduldig und einfühlsam beantwortet wurden. Der direkte Austausch ermöglichte es den Schülern, ein tiefes Verständnis für die Bedeutung von Organspende zu entwickeln – weit über den Unterricht hinaus. Ein Vormittag, der nachwirkt: Die Begegnung hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem zum Nachdenken angeregt – über das Leben, Verantwortung und die Möglichkeit, anderen Menschen eine zweite Chance zu schenken.
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