Förderzentrum “Clemens Winkler” Brand-Erbisdorf
Die Geschichte darf sich nicht wiederholen
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Berichte Clemens Winkler Berichte Sonderpäd. Förderung Berichte Schule Berichte Statistisches Berichte Beratungsstelle Berichte Praktika Die Geschichte darf sich nicht wiederholen  Wir nehmen Bezug auf die Artikel „Weil er eine Kippa trug: Araber schlägt mit Gürtel auf Israeli ein“ und den Leitartikel „Judenhass ist Alltag geworden“ in der „Freien Presse“ vom 19.04.2018.  Im Ethikunterricht hatten wir gerade am Mittwoch, also einen Tag vor Erscheinen der beiden Artikel, die Echo-Preisverleihung für die beiden Rapper Farid Bang und Kollegah thematisiert. Die zitierten Textzeilen finden wir geschmacklos und sind auch der Meinung, dass das mit der im Grundgesetz garantierten Freiheit der Kunst nichts mehr zu tun hat. Hier werden furchtbare historische Ereignisse verharmlost.  Außerdem erschreckt uns, dass Menschen auf andere einschlagen (siehe genannter Artikel), weil diese einer anderen Religion zugehören. In den vergangenen Jahren haben sich die Zahlen antisemitischer Angriffe in unserem Land verdoppelt. Woran liegt das?   Wir sind der Überzeugung, dass der kritiklose Umgang mit fragwürdigen Texten dazu beiträgt. Solange man ohne negative Folgen Texte wie diese verbreiten kann, diese nicht hinterfragt oder deren Inhalte bespricht und erklärt, werden sich die Inhalte in vielen Köpfen festsetzen. Dann wird der Hass wieder alltäglich. Wir Schüler und Lehrer des Förderzentrums „Clemens Winkler“ in Brand-Erbisdorf sind jedoch davon überzeugt, dass man aus unserer Geschichte lernen muss. Ausgrenzung, Entwürdigung, Hass, Verfolgung und Intoleranz haben keinen Platz in unserer Demokratie. Das Leid und der Tod vieler Millionen Menschen, auch im KZ Auschwitz, dürfen sich niemals wiederholen! Es ist doch völlig normal, verschieden zu sein! Es ist unserem Land unwürdig, dass man für Texte, die andere Menschen entwürdigen, einen Preis bekommt.   In der Schule lernt man, dass Unwissenheit vor Strafe nicht schützt. Auch wenn einige uns erzählen wollen, dass der Text das nicht aussagen wollte – soll uns doch keiner erzählen, dass erwachsene Menschen den Vergleich zwischen einem gesunden, trainierten Körper und den Körpern der ausgemergelten Häftlinge des KZ Auschwitz unbewusst wählen.   In diesen Zusammenhang erscheinen auch die Nachrichten aus dem Bundestag (Drucksache 19/1623 – Schwerbehinderte in Deutschland) und dem saarländischen Landtag zum Thema Förderschulen, ausgelöst jeweils von der AfD, alarmierend. Wir Förderschüler sind weder weniger wert als andere Schüler noch sind wir krank, es sei denn, wir haben auch mal z. Bsp. einen Schnupfen, wie der Gymnasialschüler von nebenan.   Die genannten Themen bewegen uns derart, dass wir nicht schweigend zusehen wollen, wie sich Geschichte vielleicht wiederholt. Berichte Neues Berichte Wirbelwind e.V. Berichte Sport Berichte Ganztagsangebot Berichte Projekte Berichte Startseite Berichte Archiv Berichte Links Berichte Interner Bereich